Ultraschall in der Schwangerschaft

Zum 31.12.2018 ist die neue Strahlenschutzverordnung in Kraft getreten. Der Gesetzgeber untersagt ab 2021 Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Schwangerenbetreuung ohne medizinische Indikation. Damit ist sogenanntes „Baby-Fernsehen“ gemeint, bei dem Ultraschall des Feten im Sinne einer Eventveranstaltung eingesetzt wird. Bei den Fällen, die den Gesetzgeber zu der Neuregelung veranlasst haben, steht also nicht die medizinische Überwachung des Feten im Vordergrund, sondern es geht  primär darum, ohne medizinischen Mehrwert möglichst ansprechende „Fotos“ des ungeboren Kindes zu gewinnen.

Das entsprechend große mediale Echo hat natürlich große Verwirrung und Ängste bei den werdenden Müttern ausgelöst. In einer ausführlichen Stellungnahme weist die DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) nochmal ganz klar darauf hin, dass es keine Gesundheitsbelastung des Feten durch Ultraschall gibt. Die ausführliche Stellungnahme kann hier eingesehen werden:

https://www.degum.de/fileadmin/dokumente/VS_2019-02-28_DEGUM_Stellungnahme_Neue_Strahlenschutzverordnung__final_v.2019-02-28.pdf

Selbstverständlich sind ärztliche Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Schwangerenbetreuung ausdrücklich vom Verbot ausgenommen. Durch die Ultraschallkontrollen ist eine deutlich bessere Überwachung des ungeborenen Kindes möglich. So können beispielsweise das Wachstum- und die Versorgung des Kindes deutlich besser durch Ultraschalluntersuchungen kontrolliert werden. Auch eine etwaige Fehlbildung des Feten, auf die bei frühzeitigem Erkennen oftmals – etwa durch eine Entbindung in einem Krankenhaus mit entsprechend spezialisierter Kinderklinik – effektiv reagiert werden kann, kann ausschließlich durch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge festgestellt werden.

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