• Annakirchstr. 33, 41063 Mönchengladbach
  • 02161 - 89 50 03
    • 01 JAN 15

    Vorsorgeuntersuchungen

    Je früher Erkrankungen, an erster Stelle Krebskrankheiten, erkannt werden, desto höher ist in der Regel die Chance auf Heilung. Daher ist eine jährliche Vorsorgeuntersuchung wichtig und jeder Frau anzuraten.

    Gesetzliche Krebsvorsorge

    Die gesetzliche Krebsvorsorge umfasst:

    Ab dem 20. Lebensjahr

    • Abstrichentnahme vom Gebärmutterhals (sogenannter Krebsabstrich)
    • Tastuntersuchung des Unterleibs mit Gebärmutter und Eierstöcken
    • Clamydienabstrich (bis zum 25. Lebensjahr)

    Ab dem 30 Lebensjahr

    • zusätzliche Tastuntersuchung der Brustdrüse

    Ab dem 50. Lebensjahr

    • zusätzlich Tastuntersuchung des Enddarms und Stuhluntersuchung auf Blut (immunologischer Stuhltest). Eine Darmspiegelung ist ab dem 56. Lebensjahr anzuraten.

    Vom 50. bis 69. Lebensjahr

    • Screening-Mammographie alle 2 Jahre

    Die Vorsorgetermine bieten darüber hinaus eine gute Möglichkeit zur Information und Beratung, beispielsweise über geeignete Verhütungsmethoden, Familienplanung oder über hormonelle Probleme, wie sie vor und während den Wechseljahren gehäuft auftreten.

    Individuelle Krebsvorsorge

    Zusätzlich zu den Leitungen der gesetzlichen Krankenkasse bieten wir Ihnen weitere Untersuchungen an, die die Aussagekraft der Vorsorge und Ihre Sicherheit deutlich erhöhen. Nähere Informationen geben wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

    • Vaginale Ultraschalluntersuchung

      Mit dem transvaginalen Ultraschall werden Organe des kleinen Beckens, also Harnblase, Eierstöcke (Ovarien), Eileiter (Tuben) und Gebärmutter (Uterus) untersucht.

      Durch die Ultraschalluntersuchung sind die o.g. Organe deutlich genauer beurteilbar als durch die reine Tastuntersuchung. Dazu gehören:

      Fehlbildungen der Gebärmutter
      Gutartige Tumore der Gebärmutter (Gebärmuttergeschwülste, Myome )
      Gebärmutterkrebs (Uteruskarzinom, Endometriumkarzinom)
      Gutartige und bösartige Eierstockzysten (Ovarialzyste)
      Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
      Eileiterkrebs (Tubenkarzinom)
      Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut
      Gebärmuttersenkung und Scheidensenkung (Deszensus)
      Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft (Extrauteringravidität)
      Polypen der Harnblasenschleimhaut

    • 3D Mammasonographie & Elastographie

      Bei der Mammasonographie wird das Drüsengewebe mithilfe des Ultraschalls bildlich dargestellt.

      Mit modernen hochauflösenden Ultraschallgeräten können das Brustdrüsengewebe und die Lymphknotenstationen mit Schallwellen (keine Strahlenbelastung) dargestellt und beurteilt werden. So lassen sich auch sehr kleine gutartige oder bösartige Veränderungen aufspüren, lange bevor sie tastbar werden.

      Dank der medizinischen Entwicklung gilt Brustkrebs heute als heilbare Erkrankung. Das ist ein enormer Fortschritt in den letzten 15 Jahren. Die wichtigste Voraussetzung hierbei ist aber, dass der Tumor in einem möglichst frühen Stadium erkannt wird. Deshalb sind Früherkennung und Feindiagnostik der Brust so wichtig.

    • Dünnschichtabstrich

      Zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses wird üblicherweise bei der Krebsvorsorge ein Abstrich vom Muttermund und dem ersten Abschnitt des Gebärmutterhalskanals mit Hilfe von Bürsten oder kleinen Spateln abgenommen (PAP-Abstrich). Anschließend werden die Zellen auf einem Glasträger ausgestreift oder abgerollt. Die Beurteilung der Zellen wird durch Überlagerungen mit Schleim und Blut erschwert. Seit einigen Jahren gibt es ein neues Verfahren, bei dem die Abstrichbürstchen nach dem Abstrich zunächst in ein Gefäß mit Konservierungsflüssigkeit gegeben werden. Im Labor werden später die Zellen mit mehreren Zentrifugationsschritten von Verunreinigungen befreit und als reine Zellfraktion in dünnen Schichten auf einem Glasträger für die nachfolgende mikroskopische Beurteilung aufgetragen.

      Daher stammt der Name „Dünnschichtzytologie“. Die Beurteilung dieser Abstriche gelingt durch die gleichmäßige Verteilung der Zellen wesentlich präziser als bei dem herkömmlichen Verfahren. Zellveränderungen, die auf ein beginnendes Krebswachstum hindeuten, werden so früher und sicherer erkannt. Die Nachweisquote von mittleren bis schweren Zellveränderungen wird durch die Dünnschichtzytologie um über 64% gesteigert.

    • HPV-Test (Humane Papillomviren-Testung)

      Der Gebärmutterhalskrebs wird durch bestimmte Untertypen des Human Papilloma Virus (HPV) ausgelöst. Es gibt etwa 100 verschiedene Virenstämme, die mit unterschiedlich hohem Risiko zur Entwicklung eines Gebärmutterhalskrebses einhergehen (Low Risk Typen; High Risk Typen). Das Virus wird durch Sexualverkehr übertragen. Frauen, die keinen HPV-Befall vom Hochrisikotyp haben, haben nur ein geringes Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Der Nachweis von high risk Viren, also ein positiver HPV-Test bedeutet nicht, dass jemand automatisch an Gebärmutterhalskrebs erkranken muß oder daß ein Tumor bereits vorliegt. Er ist jedoch ein wichtiger Grund, zukünftig noch sorgfältigere Früherkennung anzustreben und so eine mögliche spätere Tumorentstehung zu vermeiden.

    • Hormonstatus

      Kleiner Hormonstatus
      Um zu beurteilen, ob bereits eine Wechseljahrssituation vorliegt, die außerdem auch ein Schwangerwerden nicht mehr zuläßt, reicht die Messung zweier Hormone, nämlich des im Eierstock produzierten Hormones Östrogen (E2) und seines in der Hypophyse gebildeten Steuerhormones FSH (Follikelstimulierendes Hormon).

      Großer Hormonstatus
      Untersucht werden neben E2 und FSH (wie oben) auch weitere Hormone zur Abklärung hormoneller Störungen und von Wechseljahrsbeschwerden. Hierzu gehört die Bestimmung von Schilddrüsenhormonen bzw. deren Steuerhormon (TSH) und die Untersuchung männlicher Hormone, u. a. bei Haarausfall. Anhand des Hormonstatus lassen sich individuelle Behandlungsmaßnahmen besser planen, z. B. in den Wechseljahren oder zur Altersprävention.

      Anti- Müller Hormon
      Empfohlene Untersuchung für Frauen ab Ende der dreißiger Jahre bei vorhandenem Kinderwunsch. Das Anti- Müller Hormon (AMH) gibt zyklusunabhängig und stabil einen Hinweis über die Eizellreserve der Eierstöcke und somit der Einschätzung der Fruchtbarkeit.