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    • 12 FEB 15

    Spezialsprechstunde Präeklampsie

    Unter einer Präeklampsie versteht man das kombinierte Auftreten eines deutlich ausgeprägten mütterlichen Bluthochdrucks sowie eines signifikanten Eiweißverlustes über die Nieren im Rahmen einer Schwangerschaft.

    Risikofaktoren einer Präeklampsie sind Erstgravidität, hohes mütterliches Alter, arterieller Hypertonus, Adipositas, Insulinresistenz, Diabetes, erhöhte Androgenspiegel und eine Thrombophilie.

    Die Erkrankung kann zu einer Unterversorgung des Kindes mit einer Wachstumsverzögerung aufgrund einer Schwäche des Mutterkuchens („Plazentainsuffizienz“) führen.

    Mögliche Ursachen dieser früher auch als Gestose oder „Schwangerschaftsvergiftung“ bezeichneten Erkrankung können im Rahmen der Spezialsprechstunde abgeklärt werden. Auch wenn Sie in einer vorangegangenen Schwangerschaft eine Präeklampsie entwickelt haben, können wir vorbeugend Empfehlungen geben und ggfs. weitere Behandlungsschritte einleiten.

    Zu Beginn der Schwangerschaft kann im Rahmen der Ersttrimester-Diagnostik das Präeklampsie-Risiko durch Zusatzuntersuchungen berechnet werden. Bei erhöhtem Risiko wird entsprechend der ASPRE-Studie der Beginn einer Prophylaxe mit 150 mg ASS bis zur 34. SSW empfohlen. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft stehen neben dem Dopplerultraschall moderne Laborparameter zur Diagnostik zur Verfügung (Präeklampsie-Quotient).