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    • 01 FEB 18

    Mammographie

    Digitale Mammographie (2D)

    Die digitale Mammographie, die Röntgendarstellung der Brustdrüsen, ist in der Diagnostik von Brusterkranken nach wie vor die wichtigste bildgebende Untersuchung. Sie ist vergleichsweise einfach durchzuführen, von hoher Aussagekraft und immer reproduzierbar. Eine ihrer Stärken besteht in der Auffindbarkeit von bestimmten Mikrokalkmustern, die bereits in Vor- und Frühstadien von Brustkrebs vorhanden sein können. Allein mit der Mammographie lassen sich je nach Dichte der Brust zwischen 60 und 95 % aller Brustkrebsfälle erkennen. Das trägt wesentlich zur Verminderung von unnötigen Folgeuntersuchungen und Biopsien (Gewebsentnahmen) bei.

    Bei der Suche nach einem Tumor ist es hilfreich, zunächst die Mammographie und danach die Sonographie der Brust durchzuführen, um entsprechend der Mammographie mit dem Ultraschall gezielt nach Auffälligkeiten zu suchen und diese dann durch bioptische Verfahren weiter abklären zu können.

    Mit der neuen hochauflösenden digitalen Mammographie ist die Strahlenbelastung minimiert (unterhalb von 2,5 m Gy) und gleichzeitig die Entdeckungsrate von Brustkrebs erhöht. Bei erhöhtem familiären Risiko ist eine Mammographie alle 2 Jahre zu empfehlen. Je nach Risikosituation werden manchmal auch kürzere Untersuchungsintervalle vorgeschlagen.

    Eine häufige Frage ist, ob die Strahlenbelastung der Mammographie Schaden erzeugen kann. Strahlenbiologen und Physiker haben hierzu umfangreiche Studien und Berechnungen angestellt: Das Strahlenrisiko einer Mammographie oberhalb von 35 Jahren ist vernachlässigbar klein. Durch eine einmalige Mammographie steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um 0,002%. Gern sind wir bereit, diesbezügliche Fragen mit Ihnen zu besprechen.

    Tomosynthese/ 3D-Mammographie

    Bei der Tomosynthese handelt es sich um ein Schichtbildverfahren. Hierbei werden 15 niedrig dosierte Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln angefertigt (bei minimaler zusätzlicher Strahlendosis). Aus diesen Bildern errechnet das Gerät Schichten von 1 mm Dicke. Diese können dann vom Untersucher systematisch durchgemustert werden und lassen so Gewebsveränderungen leichter erkennen und lokalisieren. Das ist manchmal von großem Vorteil, weil die herkömmliche zweidimensionale Mammographie je nach Gewebedichte des Brustdrüsengewebes Gewebsüberlagerungen enthält, die die exakte Beurteilung der Mammographie erschweren.

    Die Tomosynthese wird von uns bereits seit der Pilotphase im Jahre 2014, d. h. schon vor der Marktzulassung, angewandt. Aus der Literatur wissen wir heute, dass sich mit der Tomosynthese eine Steigerung der Krebsentdeckungsrate von etwa 30% erreichen lässt und weniger falsch positive Befunde zu erwarten sind. So müssen weniger Frauen unnötig beunruhigt werden. Dies gilt insbesondere für Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe.


    2D Mammographie


    3D Mammographie (Tomosynthese)

    5 mm großes Mammakarzinom in der 2D Mammographie und 3D Mammographie (Tomosynthese)