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    • 09 APR 13

    Organultraschall & Ersttrimesterscreening (ETS)

    Das so genannte Ersttrimester-Screening (ETS) umfasst die frühe Organuntersuchung und die Nackentransparenzmessung. Die Untersuchung kann mit einer Blutabnahme zur sicheren Beurteilung des Risikos einer Chromosomenstörung kombiniert werden.

    Frühe Organuntersuchung
    Im Mittelpunkt der Diagnostik steht eine umfassende Ultraschalluntersuchung der Organe des ungeborenen Kindes. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt können viele schwere Fehlbildungen – insbesondere des Kopfes und des Gehirns, der Arme und Beine, Spaltbildungen der Wirbelsäule, Zwerchfelldefekte und Defekte der Harnblase entdeckt oder weitgehend ausgeschlossen werden.

    Nackentransparenz-Messung/ Risikoberechnung für Trisomie
    Wenn Sie eine Wahrscheinlichkeitsaussage über das Risiko für eine Trisomie der Chromosomen 13, 18 und 21 erhalten möchten, messen wir mittels Ultraschall die Nackentransparenz Ihres Kindes. Mit Hilfe dieses Messwertes, einiger weiterer Angaben (mütterliches Alter, Schwangerschaftsalter) und ggf. der Blutwerte kann dann eine individuelle Risikoberechnung für Ihr Kind durchgeführt werden.

    Die Untersuchung ermöglicht eine über 90-prozentige Entdeckungsrate hinsichtlich der häufigsten Chromosomenstörungen (Trisomien 13, 18 und 21). Der Vorteil der Untersuchung ist, dass es sich um ein nicht-invasives Verfahren handelt (d.h. es muss keine Punktion der Fruchtblase oder des Mutterkuchens durchgeführt werden). Ein sicherer Ausschluss der Chromosomenstörungen ist allerdings nur mit einer Chromosomenanalyse der kindlichen Zellen möglich. Diese ist im Rahmen der genetischen Diagnostik möglich.

    Präeklampsiescreening
    Zu Beginn der Schwangerschaft kann im Rahmen der Ersttrimester-Diagnostik zusätzlich das Präeklampsie-Risiko durch Zusatzuntersuchungen berechnet werden. Bei einer Präeklampsie – im Volksmund auch „Schwangerschaftsvergiftung“ genannt – handelt es sich um eine schwerwiegende Schwangerschaftskomplikation. Diese geht mit hohem Blutdruck und vermehrter Ausscheidung von Eiweiß über die Nieren einher. Gleichzeitig kommt es zu einer verminderten Durchblutung des Mutterkuchens. Bei erhöhtem Risiko wird entsprechend der ASPRE-Studie der frühzeitige Beginn einer Prophylaxe mit 150 mg ASS bis zur 34. SSW empfohlen.

    Unsere Praxis ist für die Durchführung dieser Leistung von der Fetal Medicine Foundation Deutschland sowie von der Fetal Medicine Foundation London zertifiziert.

    Leider wird diese Untersuchung von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt und ist somit eine Selbstzahlerleistung. Manche Versicherungsträger erstatten jedoch diese Kosten nachträglich.